Vorstellung: Google Trends

Dienstag, 28. April 2009

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Der Dienst Google Trends ist mittlerweile schon einige Zeit im Internet erreichbar. Mit Google Trends können zum einen Keywords anhand des Suchvolumens auf  Trends untersucht werden, zum anderen können Webseiten anhand der täglichen Besucher auf Trends untersucht werden. Im Folgenden werde ich das Google Tool anhand von Beispielen genauer vorstellen.

Einsatzmöglichkeiten

Wie schon erwähnt, eignet sich Google Trends hervorragend um Trends ausfindig zu machen. Daraus ergeben sich unter anderem folgende Einsatzmöglichkeiten:

Suchmaschinenoptimierung

Langfristige Trends

Bei der Suchmaschinenoptimierung können Trends eine große Rolle spielen. Hier ein Beispiel: Dadurch, dass einige Suchmaschinen bei der Eingabe von Suchbegriffen nun Such-Vorschläge anzeigen, ändert sich das Suchverhalten der User. Die User haben nun die Möglichkeit, nach der Eingabe eines Keywords den passenden Such-Term aus einer Liste auszuwählen. Hätte es diese Liste mit Vorschlägen nicht gegeben, hätten diese User unter Umständen einen anderen Such-Term verwendet. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass sich die Suchvolumina vor allem von Suchabfragen, die nur aus einem Keyword bestehen, zu Gunsten von Suchabfragen, welche aus mehreren Wörtern bestehen, verschieben. Mit Google Trends können diese Verschiebungen visualisiert und analysiert werden. So können Webseitenbetreiber und Suchmaschinenoptimierer schnell und effizient auf Änderungen der Suchvolumina bei den Hauptkeywords, die langfristig Besucher bringen sollen, reagieren. Ein Beispiel für einen langfristigen Trend liefert Google Trends für die Eingabe des Keywords Webdesign. Bei den Optionen muss für den Zeitraum die Auswahloption „All years“ ausgewählt werden.  

Webdesign bei Google Trends

Webdesign bei Google Trends

Wie der Grafik zu entnehmen ist, nimmt das Suchvolumen für das Keyword Webdesign seit ca. fünf Jahren kontinuierlich ab. Mögliche Gründe für diese Entwicklung:
  • Sinkende Nachfrage nach der Erstellung von Webdesigns
  • Sensibilisierung der Internetnutzer: Die Internetnutzer suchen in diesem Bereich gezielter nach spezifischen Keywords.
  • Diese Dienstleistung wird mittlerweile immer mehr über andere Keywords gesucht: Beispielsweise über die Keywords Werbeagentur oder Internetagentur

Kurzfristige Trends

Auch kurzfristige Trends können Suchmaschinenoptimierer und Webmaster sich zu Nutze machen, um einen großen Besucherstrom auf die entsprechenden Webseiten zu lenken. Skandale, überraschende News, Katastrophenmeldungen – Diese Arten von News sorgen immer wieder für deutliche Anstiege der Suchvolumina für die entsprechenden Keywords, wodurch ordentlich Traffic generiert werden kann. Ein aktuelles Beispiel dafür wäre das Suchvolumen für das Keyword Schweinegrippe.

Schweinegrippe bei Google Trends

Schweinegrippe bei Google Trends

Konkurenzanalyse

Google Trends lässt sich auch für die Konkurenzanalyse nutzen. In den obigen Beispielen wurde bestimmte Keywords auf  Trends untersucht. Doch neben Keywords (im Tool mit Searches benannt) lassen sich auch Webseiten auf Trends untersuchen. Dafür muss nur auf den Navigationspunkt Websites geklickt werden.

Websites bei Google Trends

Websites bei Google Trends

Hier kann dann die entsprechende Domain eingegeben werden und es wird, wie auch bei den Searches eine Grafik zur entsprechenden Webseite angezeigt (vorausgesetzt Google hat Daten über die Webseite).

Projektplanung / Start einer Webseite

Google Trends eignet sich gut um für ein neues Projekt Keywords, welche Chancen auf Traffic bieten, herauszufinden. Trends können bei der Erstellung des Contents und der Festlegung der Hauptkeywords für die Suchmaschinenoptimierung mit einbezogen werden, so dass die Webseite optimal starten kann.

Optimierung Marketing und Vertrieb basierend auf geografischen Daten

Google Trends liefert auch geografische Daten. Diese sind (in Deutschland) in Bundesländer und Städte unterteilt. Durch diese Angaben wird deutlich, in welchem geografischen Raum die größte Nachfrage im Bezug auf ein Keyword herrscht. Gibt man bei Searches das Keyword Werbeagentur ein, so erhält man die folgenden geografischen Angaben:

Geografische Angaben bei Google Trends

Geografische Angaben bei Google Trends

Diese Angaben können dazu verwendet werden, um Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu optimieren.

Für Google Trends gibt es noch eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten, in diesem Artikel sollen aber hauptächlich die Funktionen von Google Trends anhand von praktischen Beispielen erläutert und gezeigt werden. Eine weitere, sehenswerte Möglichkeit, Google Trends einzusetzen, zeigt Google selbst auf Google.org/flutrends. Hier nutzt Google die Suchanfragen um Grippewellen in den USA vorauszusagen.

Google bietet mit Google Trends also eine interessante alternative zu Alexa..

3 Responses to “Vorstellung: Google Trends”



  1. Tom Says:

    Leider läßt sich das Suchvolumen nicht richtig eingrenzen. Man bekommt zu den eingegebenen Begriffen nur ein Verhältnis was keine Aussage zum Suchvolumen zuläßt. Um eine ungefähre Aussage zum Suchvolumen zu erhalten muss man das Suchvolumen eines Begriffes relativ gut kennen und dieses im Verhältnis zu den anderen setzen. Wenn ich also weiss das Begriff xy am Tag zw. 10000 und 20000 mal gesucht wird dann kann ich anhand dieses Begriffes das Suchvolumen der anderen errechnen. Nur Zahlen zum suchvolumen eines Begriffes sind sehr schwer zu erhalten und Google rückt keine Zahlen heraus.

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  2. Webdesign-er Says:

    Nun ja, Zahlen zum Suchvolumen kannst Du ja durch das Google Keyword-Tool abfragen. Die Zahlen sind mit der Einstellung „exakt“ nach meiner Erfahrung sehr genau.

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  3. etikettenundmehr24 Says:

    Hallo,

    klingt im Grundsatz interessant, aber ich nutze bisher auch das Keyword Tool und kann mich nur anschließen.

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