Verbraucherschützer warnen vor Hammerdeal, Luupo, Rabattschlacht und Swoopo

Sonntag, 15. Februar 2009

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Verbraucherschutz warnt vor „Erlebnisshopping“

Durch Werbung mit enorm günstig versteigerten Produkten haben sich Erlebnis-Auktionshäuser wie Hammerdeal, Luupo, Rabattschlacht und Swoopo einen Namen gemacht. Nun schalten sich allerdings die Verbraucherschützer ein.

„Diese Auktionen sind wie Glücksspiele“

Ein Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen stellte diesen Vergleich im Gespräch mit dem FOCUS auf. Warum er diesen Vergleich zieht? „Jeder Mitspieler muss damit rechnen, seinen ganzen Einsatz zu verlieren“, so der Sprecher weiter.

Funktionsweise von „Erlebnis-Auktionshäusern“

Die angesprochenen Auktionshäuser funktionieren folgendermaßen: Die Gebote sind nicht kostenlos, sondern kosten Geld. Durch die Gebote wird der Auktionspreis aber nur minimal gesteigert. Dadurch kommen dann entsprechend viele Gebote zusammen. Die Summe der Einnahmen durch Gebote liegt dann meist deutlich über dem Preis des entsprechenden Produktes. Damit verdient das Auktionshaus dann sein Geld. Da die Auktion nur ein Bieter gewinnen kann, gehen die anderen Bieter leer aus und das Geld für die abgegebenen Gebote ist weg. Stellt man sich vor, das gegen Ende einer Auktion vielleicht mehrere hundert Bieter auf das selbe, wahrscheinlich günstige Produkt bieten, so wird klar, das damit auch eine entsprechende Serverlast verbunden ist. Unter Umständen kann es dann auch zu kleinen Aussetzern kommen und Auktionen werden beispielsweise durch automatische Gebotsassistenten entschieden. Spätestens hier kommt die Schnäppchenjagd einem Glücksspiel doch zumindest gefährlich nah.

Die Geschäftsidee ist eigentlich brilliant 

Betrachtet man die Geschäftsidee, so muss man feststellen, dass diese eigentlich brilliant ist. Man könnte dieses Auktionsprinzip mit der Lizenz zum Gelddrucken vergleichen. Den Besuchern der Seiten werden Produkte angeboten, die deutlich günstiger als im Handel sind. Durch Gebote, die unter einem Euro pro Gebot kosten, kann man günstig an den Auktionen teilnehmen. So können die Auktionshäuser ein Produkt, was beim Einkauf beispielsweise 1000€ kostet für 200€ versteigern, aber dennoch durch die Gebote einen enormen Gewinn mit der entsprechenden Auktion machen.

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6 Responses to “Verbraucherschützer warnen vor Hammerdeal, Luupo, Rabattschlacht und Swoopo”



  1. Swoopo Tricks ? - WinBoard - Die Windows Community Says:

    […] mal hier oder auch hier wie da die Leute



  2. RBC GmbH - hammerdeal.de Says:

    Ich schreibe im Namen der RBC GmbH, die hammerdeal.de betreibt und möchte kurz zu den vorgebrachten Punkten etwas sagen.

    Zunächst zur Frage nach dem Glücksspiel-Charakter von Niedrigstpreis-Auktionen: Glücksspiele sind Spiele, bei denen für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen. Auf hammerdeal.de werden dagegen Niedrigstgebot-Auktionen angeboten, die nicht durch Zufallselemente geprägt sind. Jeder Bieter hat die Möglichkeit, den Ausgang der Auktion zu beeinflussen. Während der gesamten Auktionslaufzeit hat jeder Bieter Einblick in seinen Gebotsstand und kann durch das geschickte Platzieren weiterer Gebote das niedrigste alleinstehende Gebote ausfindig machen. Hierzu bedarf es einer Bietstrategie, die eine Mischung aus Bewertungsgeschick, Einschätzungsvermögen und Ausdauer erfordert. Der Erfolg der Bietstrategie(n) von Bietern, die wiederholt den Zuschlag für Produkte erhalten haben, gibt dem Argument der Beeinflussbarkeit von Niedrigstpreis-Auktionen durchaus Recht. Die Maßgeblichkeit der Bietstrategie für den Auktionserfolg hat übrigens auch schon die zuständige britische Regulierungsbehörde, das Office of Communications in 2006 anerkannt.

    Und nun zur „Lizenz zum Gelddrucken“. Ein erfolgreicher Bieter zahlt den Kaufpreis, die Gebotsgebühren nebst Versandkosten und freut sich über einen unschlagbaren Gesamtpreis für das Produkt. Unterliegt man in der Auktion, und das ist die Kehrseite der Medallie, verliert man alle für seine Gebote investierten Gebühren. hammerdeal.de kann damit allerdings kein „Geld drucken“. Die Teilnahmezahl und damit die Anzahl der Gebote ist von der Attraktivität der Produkte und der Bekanntheit des Portals abhängig. hammerdeal.de gibt es erst seit April 2008. Bei jedem seriösen Geschäftsmodell werden in der Anfangsphase Verluste erzielt, die entsprechend eines Geschäftsplans in der Zukunft durch steigene Einnahmen wieder auszugleichen versucht werden bis schließlich Gewinne erzielt werden. So verhält es sich auch bei hammerdeal.de

    Ich hoffe, diese Informationen helfen allen Interessierten ein wenig weiter.

    Viele Grüße,
    Andreas Hofer

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  3. Reinhold Says:

    Hallo,

    Natürlich verdienen sog. Erlebnisauktionshäuser Ihr Geld durch die recht große Anzahl an gesetzten Geboten. Solange man als Bieter jedoch sein Schnäppchen gemacht hat, interessiert doch eher wenig wer noch daran verdient hat. Zum Thema leer ausgehen trotz gesetzter Gebote gibt es bsp.bei Swoopo die Direktkaufoption. Dabei kann sich der Bieter für einen Artikel entscheiden, obwohl er nicht der Höchstbietende ist. Die Gesetzten Gebote werden dann auf den Endpreis der Auktion angerechnet. Man zahlt letztendlich also nicht mehr als man vielleicht auch im Ladengeschäft zahlen würde.
    Man sollte sich allerdings vorher trotzdem gut überlegen, wie viel man bieten möchte und sich eine Grenze setzen.

    Lg

    Reinhold

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  4. mathias Says:

    Hallo

    Ich habe gestern bei Hammerdeal mitgemacht. Bei der Versteigerung von 500 Euro zum mitbieten. Am Anfang hatte ich ein grünes Häckchen bei 2,00 Euro, also war ich der Alleinbietende dieses Betrages. Soweit so gut, so 2 Stunden vor Ablauf der Aktion nicht mehr, also habe ich wieder geboten und siehe da bei 4,03 Euro hatte ich wieder ein grünes Häckchen. nach Ablauf der Aktion wollte ich wissen ob oder nicht ich der gewinner bin und siehe da, für 2,10 Euro sind die 500 Euro zum bieten weg gegangen. Mal sehen was Hammerdeal darauf antwortet. Ich fühle mich über den Tisch gezogen und um mein Geld betrogen.

    Mathias

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  5. mr. besserwisser Says:

    das bedeutet soviel ich weiss lediglich, dass sie ein alleinstehendes gebot abgegeben haben, allerdings nicht zwingend das niedrigste. mfg mr. besserwisser

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  6. henschel Says:

    wie kann ich mich dort wieder löschen

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